Die Geschichte des deutschen Frauenfußballs

Frauenfußball unterscheidet sich bezüglich der Regeln nicht stark vom Männer-Fußball. Im Bereich Taktik, Strategie und Spielweise gibt es demnach nur geringfügige Unterschiede beim Frauenfußball. Eine Zeitlang musste der Frauenfußball jedoch mit starken Widerständen kämpfen. So empfanden ihn viele zunächst als moralisch verwerflich. In einigen Ländern kämpft er bis heute noch um gesellschaftliche Anerkennung.

Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland

In Deutschland spielen Frauen bereits seit der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert Frauenfußball. Um das Jahr 1920 erfreute sich der Frauenfußball in vielen Ländern schon großer Beliebtheit. Bis dato fand er in Deutschland jedoch nur wenige Anhänger. Vermutet wird, dass die Wurzeln des Frauenfußballs im akademischen Bereich liegen. Wobei einem jedoch klar sein muss, dass es gegen 1920 nicht mehr als 1000 Studentinnen im eigenen Land gab. Da der Sport zunächst als moralisch verwerflich abgetan wurde, beschwerte sich sogar der Deutsche Turnbund über die Fußball-liebende Studentenvereinigung. Begründet wurde dies damit, dass das Auftreten für deutsche Akademikerinnen nicht angemessen sei.

Die ersten offiziellen deutschen Damenfußballspiele waren Anfang 1920

Die ersten organisierten Spiele fanden im Jahre 1922 statt. Diese Spiele wurden im Rahmen der Deutschen Hochschulmeisterschaften gehalten. Das erste Spiel, was auch dokumentiert wurde, fand zwischen München und Berlin statt im Jahre 1927. Der Sieg ging mit 2:1 für die Münchener Mannschaft aus. Drei Jahre später wurde der erste Fußball-Club für Frauen namens “Damen-Fußball-Club” in Frankfurt gegründet. Gründerin des Clubs war Lotte Specht. Der Verein konnte bis dahin jedoch nur gegen Männer-Fußballmannschaften antreten. Schon kurz nach der Gründung kam es zu Protesten unter den Bürgern und so wurde der Verein bereits nach einem Jahr wieder aufgelöst. In Zeiten des Nationalsozialismus gehörte sich Frauenfußball nicht, der er nicht zum angestrebten Frauenbild passte, daher war er zu dieser Zeit im Bereich der Politik unerwünscht.

Ein Neuatart der Frauenfußball Club kam nach dem 2. Weltkrieg in kleinen Schritten

Neue Mannschaften im Frauenfußball wurden erst wieder um 1950 gebildet. Die Mannschaften wurden damals entweder als Abteilung oder als Verein gegründet. Die erste Fußballmannschaft für Frauen wurde im Jahre 1968 in der damaligen DDR gegründet. Der Name der Mannschaft lautete BSG Empor Mitte-Dresden.

In 1954 als das Männerteam die Fußball-Weltmeisterschaft gewann kam das Thema Frauenfußball erneut auf. Ein Jahr später entschloss sich der DFB jedoch dazu, Frauenfußball zu verbieten. Somit wurden in allen angeschlossenen Vereinen untersagt, Frauenabteilungen, Sportstätte oder Vereine zu gründen. Trotz des Verbots spielten Frauen weiterhin in Vereinen oder Abteilungen Fußball, die nicht in Verbindung mit dem DFB standen.

Am 31. Oktober 1970 wurde das Frauenfußball Verbot jedoch wieder aufgehoben. Auflagen gab es aber trotzdem. So durften Frauen beim Fußball keine Stollenschuhe tragen, außerdem mussten sie eine halbjährige Winterpause einlegen. Die Bälle waren deutlich leichter und kleiner und das Spiel selber dauerte nur 70 Minuten. Seit 1993 gilt jedoch auch für Frauen eine Spielzeit von 90 Minuten.

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